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Historische Gebäude – 2/2

erschienen in: Heft 2/2022

Historische Gebäude in Wittgensdorf - Die Kirche

Ein Beitrag zur Ortsgeschichte

Wie schon am Schluss des 1. Teiles des Artikels zur Baugeschichte unserer Ortskirche angekündigt, soll in diesem Teil das Baugeschehen ab dem Jahr 1992 behandelt werden.

1992

Im August wurde der Spieltisch der Orgel für 7.220 DM repariert. Das mehrgespendete Geld von 3.300 DM wurde für eine dringliche Glockenreparatur verwendet. 1995 ergab sich die nächste größere Reparatur. Der alte kohlebeheizte Dampfkessel war nicht mehr zu reparieren und musste ersetzt werden. In diesem Zusammenhang wurde er durch einen modernen Dampfkessel der Fa. BUDERUS mit einem Gasgebläsebrenner ersetzt. Die Anlage konnte somit mit einer modernen Regelungsanlage automatisch betrieben werden. Die Kosten beliefen sich auf insgesamt 67.000 DM, 33.100 DM wurden aus Spenden erbracht und 25.000 DM kam als Beihilfe von der Landeskirche.

1999

Am 12. März stellte die Architektin, Frau Scholz, drei Entwürfe zur Erneuerung des Kirchenraumes in der Kirchgemeindeversammlung vor. Der Kirchenvorstand entschied sich mit Abweichungen für den Entwurf A. Dabei bleibt das Kruzifix rechts neben dem noch einzubauenden Himmelfahrtsfenster. An den historischen Kronleuchtern wird festgehalten.

Quelle: Bauakte Kircheninnengestaltung, Entwürfe 1999

2000

Beginn der Bauarbeiten am 06. Juni mit dem Abbruch der zurückgesetzten Wand hinter dem Kruzifix mit bündigen Neubau derselben und Herstellung einer Öffnung für das dann von hinten beleuchtete Himmelfahrtsfenster.

2001

Im zweiten Bauabschnitt werden folgende Arbeiten ausgeführt: Erneuerung des Innenputzes im Kirchenraum, Auswechseln von Orgelpfeifen (teilweise), neuer Fußboden im Altarbereich, Errichten eines neuen Altars, div. Malerarbeiten.
Im April 2001 informiert der Pfarrer über auftretende Risse in den Stahljochen der großen und kleinen Glocke sowie über Risse in denselben. Die Glocken fallen zum Läuten aus. Auf Grund der schon 81 Jahre in Betrieb befindlichen Glocken und einer geschätzten Lebensdauer von ca. 100 Jahren entschließt sich der KV zur Anschaffung eines neuen Geläutes von 3 Glocken nebst neuer Holzjoche und dem elektrischen Antrieb derselben.

2002

Im April informiert der Pfarrer über die erfolgte Ausschreibung und deren Ergebnis:

3 Bronzeglocken nebst neuem Glockentragwerk, elektrischem Antrieb und allen erforderlichen Montage- und Nebenarbeiten sowie der Demontage der alten Glocken veranschlagt 57.200,00 €. Das Landeskirchenamt gewährt einen Baukostenzuschuss von 21.800,00 €. Die Glockengießerei Rudolf Perner gießt am 12. Juli 2022 im Beisein einer Delegation der Kirchgemeinde die Glocken. Am Freitag, den 28. September, werden die Glocken auf traditionelle Weise auf einem geschmückten Pferdefuhrwerk zur Kirche gefahren und mit einem kleinen Fest begrüßt.

Quelle: Sammlung A. Kühn

Mit einem Autokran werden sie anschließend in den Turm gehoben. Am Kirchweihsonntag, den 13. Oktober, wurden die neuen Glocken geweiht und am darauffolgenden Kirchweihmontag wurden in einer Gemeindeversammlung Fotos vom Gießen der neuen Glocken in Passau und deren „Einholung“ in den Kirchturm gezeigt. 2003 Im Februar wurde der wohl älteste wertvolle Kunstgegenstand unserer Kirche, das aus der alten Kapelle in der Herrenhaide stammende Kruzifix, restauriert. Die veranschlagten Kosten belaufen sich auf 5.044 €.

Quelle: Bildsammlung Kirchgemeinde

2011

Mit ihrem vorläufig letzten Stück, der Bach`schen d-Moll-Toccata, gespielt von Kantor Münsel zum Gottesdienst am 11. September verabschiedete sich die Jehmlich-Orgel in ihre Generalsanierung. Am darauffolgenden Montag, den 12.09.2011, begann diese mit einer Bauanlaufberatung, dabei sprachen der Orgelsachverständige, Herr Böhmig-Weißgerber und der Orgelbaumeister noch eine kleine, aber sehr sinnvolle Dispositionsänderung ab. Anschließend „räumten“ die Orgelbauer der Fa. Wünning „die Orgel nahezu komplett aus“, weit über 1000 Metallpfeifen wurden ausgebaut, der Spieltisch abgetrennt und alles Material nach Großolbersdorf zu Herrn Orgelbaumeister Wünning transportiert. Bereits gegen Ende September dekontaminierte eine Dresdner Firma die Holzteile im Vakuum-Waschverfahren. Dabei wurden die in den 60er Jahren eingebrachten, hochgiftigen Holzschutzmittel entfernt. Bei der notwendigen Demontage des Spieltisches zeigte sich ein intensives nahezu jahrzehntelanges Zerstörungswerk der hier „innewohnenden“ Holzwürmer. Es grenzte geradezu an ein Wunder, dass die Orgel zuletzt noch leidlich funktioniert hat. Ein sich ergebendes Nachtragsangebot von ca. 10.000€ erhöhte den Gesamtfinanzbedarf auf rund 92.000€. Auf Grund der guten Finanzsituation war es jedoch möglich, dass der geplante Fertigstellungstermin Pfingsten 2012 gesichert werden konnte. Am 25. Mai 2012 erfolgte im Beisein des Orgelsachverständigen, des Denkmalpflegeamtes, des Kirchenmusikdirektors, des Kirchenvorstandes, des Kantors und des Kultur- und Heimatvereins Wittgensdorf e.V. die Orgelabnahme. Mit einem festlichen Konzert mit dem Ausnahmeorganisten Matthias Eisenberg erfolgte am 28. Mai, dem Pfingstmontag, die Weihe der wiederhergestellten Orgel. Am 20.11.2012 verfasste der Orgelsachverständige den abschließenden Bericht über die Abnahme der generalüberholten Orgel unserer Kirche, danach fand am 27.11.2012 noch ein weiteres großes Konzert mit Herrn Prof. Ludwig Güttler sowie dem KMD Friedrich Kircheis in der vollbesetzten Kirche statt.

2018

Das Jahr 2018 brachte nach den doch recht umfangreichen Sanierungs- und Rekonstruktionsarbeiten am Kirchgebäude wiederum eine schlechte Nachricht. In einem Holzschutzgutachten von Frau Baumann-Ebert vom 2.8.2018 wurden tiefgreifende Mängel an der Dachkonstruktion des Kirchturmes festgestellt. Das Gutachten endete mit den Worten: „Der Gesamtsanierungsumfang ist während der Bauphase zu ermitteln“. Nach umfangreichen Planungsarbeiten und der erforderlichen „Umsiedlung“ der im Turm wohnenden Fledermäuse ins Dach des Kirchenschiffes begann an 14.09.2020 die eigentliche Bauphase mit der Einrüstung des Kirchturms.

Quelle: Bildsammlung Kirchgemeinde
Quelle: Bildsammlung Kirchgemeinde

Die Zimmerei Martin Fricke aus Thalheim/Erz. übernahm die Reparatur der tragenden Holzbauteile. Die nachstehenden Fotos zeigen die behobenen Bauschäden.

Quelle: Bildsammlung Kirchgemeinde

Nach der Fertigstellung der Holzarbeiten konnte die Dachdeckerfirma Lothar Schneider aus Neukirchen/Erz. mit ihren Arbeiten beginnen. Den Höhepunkt bildete dabei die Eindeckung der Turmhaube mit glänzendem Kupferblech.

Quelle: Bildsammlung Kirchgemeinde
Quelle: Bildsammlung Kirchgemeinde

Am 18. Mai 2021 war mit dem am 17.5. erfolgten Kraneinsatz und Gerüstabbau dieses Bauvorhaben geschafft. Nicht unerwähnt soll auch der Einsatz vieler freiwilliger Helfer bei Arbeitseinsätzen an verschiedenen „nur“ zu restaurierenden Holzbauteilen am Turm (Dachkasten, Holzgesims, Schall-Lamellen etc.) bleiben. Sie haben in vielen Stunden freiwilliger Arbeit mit zum guten Gelingen des Werkes beigetragen.

2019

Parallel zu diesen Arbeiten bereitete allerdings ein im November 2019 eingetretenes Ereignis ein weiteres großes Ungemach: In seinen „Informationen zur Kircheninnenerneuerung 2019 – 2020“ berichtet Bernd Ulbricht Folgendes: „18. November 2019, Holzschutztechnisches Begehungsprotokoll, Susann Baumann-Ebert“: „Das zur Friedhofsseite gelegene Podest zeigt in Höhe der ersten Emporensäule Einbrucherscheinungen. Bei Entnahme des Holzes und dem Ausleuchten des darunterliegenden Hohlraumes wurden eindeutige Befallsanzeichen erkannt. Es handelt sich hier bei um einen akuten Schaden – hervorgerufen durch den Echten Hausschwamm Serpula lacrymans. Eindeutig identifizierbar anhand der typischen Myzel- und Fruchtkörperbildung. Sofort-Maßnahmen: Erstsicherung durch Entfernen der losen Holzteile und Abdeckung der Schadstelle mit einer Mehrschichtplatte. Abkleben der Lüftungsöffnungen. So kann vorerst sichergestellt werden, dass das Podest und das Gestühl bis zum Januar 2020 weiter genutzt werden kann.“

Quelle: Bildsammlung Kirchgemeinde

Dieser Befund löste eine Flut notwendiger Aktivitäten aus, über die auf Grund ihres Umfangs nur in einer Auflistung berichtet wird.

  • 06.02.20: Einhausung der Orgel zum Schutz vor Verschmutzung
  • 08.02.20: Entfernung des Gestühles, Öffnung des Fußbodens im betroffenen Bereich, Entsorgung des kontaminierten Materials
  • 10.02.20: Chemische Behandlung des Kernbereiches, Entfernung der betroffenen Balken und Erdschichten
  • 13.02.20: Bauantrag zu Rückbau und Schwammbekämpfung Bautechnische Untersuchung und Sanierung des Ursprungsortes Wiedereinbau Massivfußboden Geschätzte Kosten: 127.000 €
  • 22.02.20: Bildung „Bau-Denk-Team“
04.03.20: Bewilligung Bauantrag - Quelle: Bildsammlung Kirchgemeinde
Zuweisung der beantragten Mittel - Quelle: Bildsammlung Kirchgemeinde
16.05.20: Baueinsatz, Fund einer Flaschenpost vom 11.11.1934 - Quelle: Bildsammlung Kirchgemeinde

Abschrift vom Original:
Wittgensdorf, den 11.11.1934
Heizungsumbau bzw. Neuanschaffung

Mit der Ausführung ist die Firma Jakob Bader Chemnitz Hauboldstraße 14 beauftragt worden. Diese Arbeiten führt der Monteur Fritz Kunze mit seinen Kollegen Alfred Benz, Herbert Schröder u. Herbert Scher aus, sie sind alle von Chemnitz. Die Alte (Heizungsanlage [Einf. Nier]) wurde vom Schmiedemeister Carl Löbner rausgerissen und auch gekauft. Durch diesen Umbau musste auch die alte Sitzgelegenheit herausgerissen werden. Dabei stellte sich heraus, das dieselbe sehr schadhaft war. Mein Freund Paul U. trug das während einer Pause einigen Herren vom Kirchenvorstand vor und fand sofort Gehör für ein Neues Gestühl im Schiff. Es fanden sich auch einige Hochherzige Geber. Alle durch diesen Umbau vorkommenden Zimmerarbeiten werden von Paul Ulbricht geb. am 19.12.1872 zu Erlau bei Mittweida und Paul Naumann geb. am 26.051888 zu Wittgensdorf auf das sorgfältigste ausgeführt. Wir sind beide in der Handwerkerstammrolle eingetragen und Mitglieder der Zimmererzwangsinnung Sitz Chemnitz. Paul Ulbricht wohnt in Murschnitz (ist) Ortsteil von Wittgensdorf, P. Naumann wohnt Obere Hauptstraße 26 Lieferant unseres Holzes ist die Firma Carl Storch Holzhandlung von hier, die Ausführung der dabei vorkommenden Maurerarbeiten führt die Firma Endesfelder + Gränz von hier aus. Es sind von Maurern Otto Kretzschmar, Fred Degner, Erich Gränz und Handarbeiter Willi Estel hier, beschäftigt. Sie sind alle von hier. Die Ausführung des neuen Gestühls wurde der Firma Otto u. Zimmermann von Waldheim übertragen, welches am 18.11.34 geliefert sein muß.

Der derzeitige Kirchenrat bez. Vorstand besteht z.Zt. aus folgenden Herren:

Bürgermeister Walter Selbmann, Pfarrer Hentschel, Röhrsdorf, Pfarrer lic. Dr. Schulz, Schulleiter Willi Deckert, Kommisar Fritz Vogel, Kantor Fritz Hartenstein, Privatmann Max Ahnert, Kaufmann Max Schulze, Fabrikbes. Oskar Röser, Fabrikbes. Rudolf Röser, Fabrikbes. Gustav Ahner, Gutsbes. Max Nitzsche, Zimmerer Otto Friebel, Zimmerer Paul Ulbricht, Gutsbes. Willi Hans, Male Rudolf Heilmann, Schriftsetzer Fritz Schirrmeister, Fabrikbes. Oskar Hofmann, Fabrikbes. Arno Weinrich, Obergärtner Richard Hofmann, Baubeamter Paul Löbner, Kaufmann Fritz Däumer und Paul Kühn. Als Schriftführer u. Sekretär Arno Hempel. Kirchenheizer ist der Glöckner Max Böhme und seine Frau Anna, er versorgt die Heizung seit Okt. 1891. Sein Großvater als Glöckner 30 Jahre und sein Vater Fritz 35 Jahre gewirkt.

Niedergeschrieben von Paul Naumann Zimmermann o.j.20 (?)

  • 11.07. - 14.11.20 Arbeitseinsätze mit vielen freiwilligen Helfern zum Rückbau der alten Bausubstanz, der kompletten Heizungsanlage, div. Verkleidungen etc.
  • 28.11.20: Rückbau der ehem. Gruft (später Kohlenkeller)
  • 16.01. – 01.04.21 Weitere Arbeitseinsätze zur Entkernung des Kirchenraumes, Abschlagen des Wandputzes, Transport Bauschutt und Erdaushub, Entfernung altes Mauerwerk, dabei werden auf der Westseite zwei alte Türöffnungen gefunden, im Kirchenraum wird das Fundament eines ehem. Taufbeckens entdeckt.
  • 23.04.21: Die Fa. Metallbau Raschke, Auerswalde baut Stahlträger unter der Orgelempore ein
  • 05.05.21: Erneuerung der Emporensäulen
  • 12.05.21: Erhöhung der Tragfähigkeit der Empore, neue Fundamente der tragenden Säulen
  • 16.05.21: Weiterer Erdaushub für den neuen Massivfußboden, Begradigung der Außenwände
Quelle: Bildsammlung Kirchgemeinde
Quelle: Bildsammlung Kirchgemeinde
  • 08.06. – 10.06.21: Einbringung Massivfußboden
Quelle: Bildsammlung Kirchgemeinde
Quelle: Bildsammlung Kirchgemeinde
  • 27.06. – 28.07.21 Verlegung Elektro- und Medienleitung, Putzarbeiten, Trockenbau Elektro Weise, Röhrsdorf, Sporbert Trockenbau u. Müller – Bau Thalheim
Quelle: Bildsammlung Kirchgemeinde
Quelle: Bildsammlung Kirchgemeinde
  • 16.08.21 Einbringung der Schweißbahnen zur Fußbodenabdichtung und Einbau der Fußbodenheizung durch die Fa. Neumann, Burgstädt
Quelle: Bildsammlung Kirchgemeinde
Quelle: Bildsammlung Kirchgemeinde
  • 13.09.21 Einbau Fließestrich für Fußbodenheizung, danach Einbringung der zweiten Schicht als Sicht-Estrich und Planschleifen desselben
Quelle: Bildsammlung Kirchgemeinde
Quelle: Bildsammlung Kirchgemeinde
  • 25.10.21: Einsetzen der Altarstufen, Schallschutzdecken sind montiert, Montage der Fußbodenheizung unter den Altarstufen und zum Aufgang zum Altar werden verlegt, Handbetrieb des Wandheizkessels
Quelle: Bildsammlung Kirchgemeinde
  • 08.11.21: Die Orgel wird von ihrer schützenden Hülle befreit, gesäubert und getestet. Aufgetretene Fehler muss ein Orgelbauer prüfen und wenn möglich, beheben. Bis er dafür Zeit hat, werden noch ausstehende Restarbeiten erledigt. Das nachstehende Foto zeigt den fast fertigen Innenraum mit Blick zur Orgelempore.
Quelle: Bildsammlung Kirchgemeinde
  • 12.11.21: Zur Wiederinbetriebnahme der Orgel ist der Spieltisch zu öffnen. Während der Wartezeit auf den Orgelsachverständigen werden weitere Arbeiten erledigt ( Altarstufen einsetzen, Verkleidung Emporensäulen etc.)
  • 20.11.21: Der Fußboden wird versiegelt und muss trocknen. Der Orgelbaumeister Reinhold aus Bernsdorf will am 24.11. mit den Arbeiten beginnen. 30.11.21: Herr Reinhold kommt mit der Reparatur voran. 03.12.21: An der Orgel muss das Pedal noch angebaut werden, der Akustikputz ist fertig.
Quelle: Bildsammlung Kirchgemeinde
  • 04.12.21 Großer Arbeitseinsatz mit ca. 20 Helfern – Reinigungsarbeiten in der gesamten Kirche, Entsorgung von Altholz etc.
  • 09.12.21: Der Altarboden ist fertiggestellt. Leider ist die Orgel nicht spielfähig und der Spieltisch muss erneut zerlegt werden
Quelle: Bildsammlung Kirchgemeinde
  • 10.12.21: Endspurt bei der Fertigstellung – Montage der Wandleuchten, Einräumen der geliehenen Stühle am 11.12.
Quelle: Bildsammlung Kirchgemeinde
  • 12.12.21: Erster Gottesdienst in der (fast) fertiggestellten Kirche. Am 19.12., den Vierten Advent, ist der Kirchenraum schon weihnachtlich geschmückt.
Gottesdienst 3. Advent - Quelle: Bildsammlung Kirchgemeinde
Gottesdienst 4. Advent - Quelle: Bildsammlung Kirchgemeinde
  • 21.12.21: Der Orgelbauer hat nach dem Entfernen der „Einhausung“ der Orgel weitere „rätselhafte“ Probleme entdeckt, die deren Spielen unmöglich macht. 12.01.22: Der Schaden ist gefunden – bei der Erneuerung des Emporenunterbaus sind dünne Rohre „zersägt“ worden, glücklicherweise ist die Reparatur relativ einfach und schnell erledigt. Im oberen Orgelbereich sind noch kleinere Beeinträchtigungen zu beseitigen.
Spieltisch hinten, innen „zersägte“ Luftröhrchen - Quelle: Bildsammlung Kirchgemeinde
Spieltisch hinten, innen „zersägte“ Luftröhrchen - Quelle: Bildsammlung Kirchgemeinde
  • 06.02.22: Test der Orgel durch zwei Orgelspieler. Fazit: Orgel ist „im Prinzip“ nutzbar, aber nur mit wesentlichen Einschränkungen
  • 12.02.22: Der Abschlussbericht zur Orgelreparatur von Herrn Orgelbaumeister listet verschiedene Gründe zu den festgestellten Schäden auf und empfiehlt folgende Arbeiten zu deren Behebung:
  • Ausräumen der Orgel - Umfassende Reinigung mit Schimmelbekämpfung
  • Wechseln aller Membranen
  • Nötige Reparaturen an Apparaten und Windladen
  • Durchsicht des Pfeifenwerkes - Wiedereinbau mit Nachintonation und Stimmung Bedingt durch diese vielen Unwägbarkeiten sah sich der Kirchenvorstand nicht in der Lage, dem schon geplanten Orgeljubiläum zuzustimmen. Es

Bedingt durch diese vielen Unwägbarkeiten sah sich der Kirchenvorstand nicht in der Lage, dem schon geplanten Orgeljubiläum zuzustimmen.
Es wurde deshalb für den 26.03.22 definitiv abgesagt.

Mit diesen, sehr traurigen, Bemerkungen will ich meinen zweiten Teil zur Baugeschichte unserer Kirche beenden. Wir können jedoch gewiss sein, dass die noch ausstehenden Arbeiten zur Wiederherstellung unserer Kirche zu einem guten Ende geführt werden und, wenn auch der Termin noch ungewiss ist, die Jehmlich– Orgel wieder zu unser aller Freude ihre Stimme erklingen lassen wird.

Ullrich Nier
Ortschronist
Kultur- und Heimatverein Wittgensdorf e.V.

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